[Blogroman] Kapitel 17

Kapitel 17
Raphael

Ich saß auf meinem Bett, einen Erste-Hilfe-Kasten neben mir, und wartete auf Jane. Seit ich gestern mit Spades telefoniert und er mir gesagt hatte, dass die Saints sich für einen Kampf bereit zu machen schienen, war meine Laune auf den Tiefpunkt gesunken. Allerdings hatte sie ein rekordverdächtiges Tief erreicht, als Jane den Helm abgenommen hatte und ich den Cut in ihrer Unterlippe gesehen hatte. Warum mir das etwas ausmachte, wollte ich wirklich nicht ergründen. Und als sie dann auch noch so abwehrend auf mich reagierte hatte, war mir endgültig eine Sicherung durchgebrannt.

Ich wusste, dass ich in diesem Moment im Clubhaus sein müsste, um mit Spades eine Strategie zu diskutieren, um herauszufinden, was die Saints vorhatten. Stattdessen saß ich auf meinem Bett und wartete darauf die Wunden einer Frau zu versorgen, die mich wahrscheinlich bei nächster Gelegenheit hintergehen würde.

Die Tür zu meinem Badezimmer ging auf und eine nur in ein Handtuch gehüllte Jane kam heraus. Mein Blick glitt über ihren kaum verhüllten Körper, die vom Duschen gerötete Haut mit den schönen Tattoos, die vom Wasser jetzt dunkelroten Haare, die sie zurückgekämmt hatte und diese strahlend grünen Augen, die mich mit jeder Stunde mehr in ihren Bann zu ziehen schienen.

Ich klopfte neben mir auf die Matratze. „Setz dich“, bat ich sie.

Auf leisen Sohlen kam sie zu mir herüber und ließ sich auf der Bettkante nieder. Ich nahm mir einen Tupfer und tränkte ihn mit Desinfektionsmittel. Vorsichtig umfasste ich ihr Kinn und drehte ihr Gesicht zu mir. Ganz sanft betupfte ich den Cut in ihrer Unterlippe. Ich war mir sicher, dass es brennen musste, aber sie zuckte nicht einmal zusammen. Stattdessen hielt sie den Blick gesenkt und ihr Atem strich sacht über meine Haut.

„Jetzt der Nacken.“

Jane drehte den Oberkörper und strich sich das Haar über die Schulter. Ihre Haut zierten zwei Schnitte, der eine kaum erkennbar, der andere größer und ein wenig tiefer. Aber nichts, was nicht bald wieder verheilt sein würde. Auch hier betupfte ich die Wunden mit dem Desinfektionsmittel und strich noch etwas Salbe auf die Haut.

„Fertig“, murmelte ich leise.

Ich verstaute die Sachen wieder in dem Erste-Hilfe-Kasten und legte den benutzen Tupfer auf meinen Nachttisch. Ich fühlte ihren Blick auf mir und als ich ihr in die Augen sah, glitzerten sie verdächtig. Waren das etwa Tränen? Bevor ich mir sicher sein konnte, blinzelte sie und beugte sich zu mir. Ganz sacht strichen ihre Lippen über meine. Es war nicht mehr als der Hauch einer Berührung und dennoch elektrisierte es mich bis ins Innerste.

„Jane“, sagte ich, einen fragenden Unterton in der Stimme.

Sie schüttelte den Kopf, legte mir einen Finger auf die Lippen. „Shh, nicht.“

Sie drehte sich zu mir, schwang ein Bein über meinen Schoß und setzte sich auf mich. Ihre Hände strichen über die offene Sweatjacke, die ich trug, und streiften sie mir ab. Ihre Arme legten sich um meinen Nacken. Wie automatisch umfasste ich ihre Hüften, streichelte sie durch das Handtuch hindurch.

Erneut fanden ihre Lippen meine und dieser Kuss war anders, als all unsere bisherigen Küsse. Er war sanft, einladend. Mehr eine Frage, als eine Aufforderung. Ihre Zunge fuhr über meine Lippen, bevor Jane sanft an ihnen knabberte. Dann eroberte sie meinen Mund. Ich schmeckte ihren eigenen Geschmack und Pfefferminz von der Zahnpasta. Sanft wiegte sie sich auf mir und mein Schwanz reagierte prompt. Das Wissen, dass sie unter dem Handtuch nackt war, half mir auch nicht gerade dabei mich zu beruhigen.

Jane streichelte meinen Nacken und saugte an meiner Zunge. Meine Hände glitten unter das Handtuch, umfassten ihren Hintern. Ich drückte sie gegen meine Erektion und wir beide stöhnten leise.

Plötzlich unterbrach sie den Kuss und glitt von meinem Schoß auf den Boden. Ihre Hände öffneten den Knopf meiner Jeans und ich half ihr dabei sie mir über die Beine zu streifen. Mein Schwanz sprang ihr entgegen und meine Muskeln spannten sich vor Erregung an. Ihre zarte Hand schloss sich um meine Erektion und ich holte zischend Atem. Ganz langsam beugte sie sich über mich. Kurz bevor ihre Lippen mich berührten, hob sie den Blick. Sie hielt meinen Blick gefangen, als ihre Zunge hervorschnellte und ganz langsam über die Spitze strich. Ich atmete zischend ein. Ihr Mund senkte sich über mich und sie nahm mich Zentimeter für Zentimeter in den Mund. Ich wollte die Augen schließen, um mich ganz auf das Gefühl ihrer heißen Zunge auf meiner Erektion zu konzentrieren, aber ich konnte einfach nicht den Blick von ihren strahlend grünen Augen abwenden.

Sie saugte an mir, während sie ihren Mund auf mir auf und ab bewegte. Ich spürte bereits das Kribbeln in meinen Eiern, aber es fühlte sich einfach zu gut an, als dass ich das Vergnügen jetzt schon unterbrechen wollte. Aber als sie die Hand ausstreckte und meine Eier umfasste, sie sanft massierte, konnte ich es keine Sekunde länger aushalten. Ich fasste sie unter den Schultern, zog sie zu mir hoch und setzte sie auf meinen Schoß. Ein sanfter Ruck später und das Handtuch segelte zu Boden.

Ich umfasste ihre vollen Brüste und strich mit den Daumen über ihre Nippel. Jane stöhnte kehlig, bog den Rücken durch, bot sich mir dar. Schon hatte sie sich auf den Knien aufgerichtet und positionierte sich über meiner Erektion. Ganz langsam ließ sie sich auf mich gleiten und ich legte den Kopf in den Nacken. Ihre heiße Pussy fühlte sich einfach unglaublich gut an. Als wäre sie für mich gemacht worden.

Jane begann einen beinahe vorsichtigen Rhythmus, während ich weiter ihre Brüste massierte. Ich hob den Kopf wieder und senkte den Mund auf ihren Hals, saugte an der Stelle direkt über ihrem wild schlagenden Puls. Sie wimmerte leise und das Geräusch war wie Musik in meinen Ohren. Ich wanderte mit den Händen über ihre Rippen zu ihrem Rücken, streichelte jeden Zentimeter Haut, den ich erreichen konnte. Sie war so weich und einladend, dass ich gar nicht genug bekommen konnte.

Meine Haut prickelte, überall wo sie mich berührte. Jedes Mal, wenn sie sich wieder auf mich herabsenkte, hob ich ihr das Becken entgegen, stieß meinen Schwanz tief in sie.

Als ich die ersten Zuckungen ihrer Muskeln fühlte, brachte ich meinen Mund an ihr Ohr, biss sie sanft ins Ohrläppchen. „Komm für mich, baby girl.“

Sie stöhnte laut und ich spürte, wie sich ihre Pussy um meinen Schwanz herum verkrampfte. Der Orgasmus spülte über sie hinweg, ließ sie in meinen Armen zittern. Ich umfasste ihre Hüfte, stieß sie hart auf mich. Meine Eier zogen sich zusammen und ich entlud mich tief in ihr. Welle über Welle des Höhepunkts rollte über mich hinweg, bis ich schließlich schwer atmend die Stirn auf ihre Schulter legte.

Sie roch nach meinem Duschgel und ihrem eigenen Duft von Jasmin und Vanille. Mein Atem ging schnell. Ich legte die Arme um Jane, zog sie näher an mich heran. Ich genoss das Gefühl ihrer warmen Haut und ihrer weichen Kurven an mir. Und dann war da noch dieses merkwürdige Gefühl in meiner Brust, das mir sagte, dass ich Jane nie wieder gehen lassen sollte. Obwohl sie nur wegen des Auftrags hier war. Obwohl ich nicht einmal ihren wahren Namen kannte. Fuck. Ich wusste ja nicht einmal wie alt sie war oder wo sie aufgewachsen war. Ich wusste gar nichts über diese Frau. Außer, dass sie zu mir gehörte.

Meine Arme umfingen sie fester und ich drückte sie an mich. Das war der Moment, in dem Jane sich verkrampfte. Die Entspannung wich aus ihrem Körper wie ein Atemzug und bevor ich sie davon abhalten konnte, stieg sie von meinem Schoß und griff nach dem Handtuch. Sie wickelte es um ihren Körper und vermied es dabei mir ins Gesicht zu sehen.

„Jane…“, setzte ich an, aber sie unterbrach mich.

„Danke, dass du mir mit den Schnitten geholfen hast.“ Damit drehte sie sich um und verschwand im Nebenzimmer.

Ich saß noch eine ganze Weile auf meinem Bett und starrte die geschlossene Tür an, bevor ich mich anzog, mir meine Schlüssel schnappte und das Haus verließ.

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