[Blogroman] Kapitel 15

Kapitel 15
Alexia

Ich überkreuzte die Knöchel hinter Zanes Rücken. Dieses Mal war ich fest entschlossen die Wette zu gewinnen. Ich glitt mit einer Hand zwischen unsere Körper, strich über seine Bauchmuskeln und ließ ihn dabei großzügig meine Nägel spüren. Irgendwie könnte ich mich daran gewöhnen, dass Zane unter seiner Kutte nichts trug. Ich stutzte. Daran gewöhnen? Als ob ich auch nur eine Sekunde länger als nötig hier bleiben würde. Zane war genauso wie Luar nur ein Mittel zum Zweck.
Zane biss mir in die Unterlippe und holte mich dadurch in die Gegenwart zurück.
„Du bist nicht bei der Sache“, knurrte er mich an.
„Dann musst du dir wohl mehr Mühe geben“, gab ich zurück.
Ich öffnete den Knopf seiner Jeans und glitt mit der Hand zu seinem Schwanz. Zanes Keuchen war Musik in meinen Ohren. Mit der freien Hand umfasste ich seinen Nacken und zog seinen Mund zu mir. Mit Zähnen und Zunge nahm ich mir die Kontrolle über die Situation und genoss dabei Zanes herben Geschmack nach Bier und ihm selbst. Gleichzeitig verstärkte ich meinen Griff um seine Erektion und bewegte meine Hand langsam auf und ab. Ich unterbrach den Kuss, drückte den Mund auf seinen Hals und biss ihn. Erst leicht, dann härter, bis sein leises Stöhnen mir einen Schauer über den Rücken sandte. Er roch frisch, irgendwie nach Zitrusfrüchten, gemischt mit einer herben Note wie Bourbon.
Im nächsten Moment griff Zane nach meinem Handgelenk und knallte meinen Arm an die Wand. Er schob die Jeans nach unten und schon spürte ich seinen harten Schwanz an meiner Öffnung. Jetzt war es an mir leise zu stöhnen und ich bog mich ihm entgegen.
Zane ließ mein Handgelenk los und umfasste dafür mein Kinn, zwang mich seinen Blick zu erwidern, während er sich Zentimeter für Zentimeter in mich schob. Mein Mund öffnete sich wie von selbst und ich saugte gierig mehr Sauerstoff in meine Lungen.
Als Zane endlich vollständig in mich eingedrungen war, hielt er inne und wir beiden sahen uns schwer atmend an. Ich spannte meine Muskeln an und registrierte zufrieden, wie er scharf einatmete.
„Diesmal werde ich gewinnen“, keuchte ich zwischen zwei Atemzügen und bog den Rücken durch. Bereits jetzt überzog ein feiner Schweißfilm meine Haut und Hitze hatte sich in meinem Unterleib gesammelt. Ich schob die Arme unter Zanes Kutte und drückte meine Nägel in seine Haut.
Gerade als ich dachte, ich würde verrückt werden, wenn er nicht endlich anfangen würde sich zu bewegen, schlug Zane einen langsamen Rhythmus an, der beinahe genauso quälend war wie der Stillstand zuvor. Und dabei ließ er mich niemals aus den Augen. Ich starrte in diese dunklen Tiefen, in denen ein Feuer brannte, das mir eine Gänsehaut bescherte.
Mit jeder Sekunde, die verging, sammelte sich mehr Hitze in meinem Unterleib, und als Zane eine Hand zwischen unsere Körper gleiten ließ und über meine Klit rieb, fürchtete ich um meinen Gewinn.
Sein quälend langsamer Rhythmus sorgte dafür, dass ich mich ihm mit jedem Stoß unwillig entgegen bog. Nach mehr forderte. Mir lag sogar schon ein Flehen auf der Zunge, aber ich konnte mich gerade noch beherrschen. Stattdessen grub ich meine Nägel noch tiefer in seine Schultern, zog meine Hände seinen Rücken hinunter, bis ich sicher sein konnte, dass ich dabei Spuren hinterließ.
Endlich zog Zane das Tempo etwas an und trieb sich schneller und härter in mich. Ich ließ den Kopf gegen die Wand sinken und schloss die Augen, um mich ganz auf das Gefühl von Zanes Schwanz zu konzentrieren. Ich spannte die Muskeln an, um ihn noch intensiver zu spüren und sein unterdrückter Fluch zauberte mir ein kleines Lächeln auf die Lippen.
Ein Prickeln schoss durch meinen Unterleib, meine Lippen öffneten sich. Ich schlug die Augen auf und griff nach Zanes Kutte, zog ihn mit einem Ruck ganz nah an mich heran. Unsere Lippen berührten sich beinahe, unser Atem vermischte sich, unsere Blicke verhakten sich ineinander.
„Zane“, seufzte ich.
Bei jedem Stoß rieben meine Nippel über seine Brust, schickten kleine Elektroschocks direkt zwischen meine Beine.
„Küss mich.“
Ein kleiner Hauch von Überraschung zeigte sich in seinem Gesicht, bevor er sich in beinahe brutaler Weise über meinen Mund hermachte. Seine Zunge attackierte meine eher, als dass er sie streichelte. Seine Zähne gruben sich in meine Unterlippe. Im Gegenzug saugte ich an seiner Zunge und spannte die Muskeln an, umklammerte seinen Schwanz.
Zanes Rhythmus bekam etwas drängendes, härteres, während wir uns gegenseitig verschlangen, als würde unser Leben davon abhängen.
Ich spürte, wie das Kribbeln in meinem Unterleib einsetzte. Meine Haut prickelte, mein Schoß zog sich verlangend zusammen. Ich riss mich von Zanes Mund los, um nach Luft zu schnappen, als der Orgasmus mich überrollte. Alles in mir spannte sich an, bevor sich die Erlösung explosionsartig in meinem Körper ausbreitete und ein tiefes, befriedigtes Stöhnen über meine Lippen floss. Ich spürte Zanes Mund an meinem Kiefer, hörte sein tiefes Knurren und konnte seinen Schwanz in mir zucken fühlen.
Danach war nichts außer unseren hektischen Atemzügen zu hören. Sein Duft füllte meine Lungen und ich ließ den Kopf gegen die Wand sinken, schloss leise seufzend die Augen.
„Unentschieden“, flüsterte ich.
Zane lachte leise an meinem Hals, hauchte einen Kuss auf meinen noch immer rasenden Puls.
„Unentschieden“, stimmte er zu.
Einen Moment lang blieben wir noch verbunden, bevor er sich aus mir zurückzog und mich wieder auf meine Füße stellte. Ich fuhr mir mit den Fingern durch die Haare, bevor ich mich an Zane vorbeidrückte. „Ich geh duschen“, rief ich noch über meine Schulter, bevor ich im oberen Stockwerk verschwand und dabei ignorierte, wie gut sich der Sex mit ihm anfühlte.
 
Zane und ich saßen auf der Couch und aßen Pizza, als es an der Tür klopfte.
„Erwarten wir Besuch, Schatz?“, fragte ich süßlich und klimperte übertrieben mit den Wimpern. Zane warf mir einen komischen Blick zu, bevor er sich von der Couch schälte und zur Tür ging. Er kam mit einem schlaksigen, dunkelhäutigen Kerl mit kahlrasiertem Schädel zurück, der einen Rucksack über der Schulter und eine Sonnenbrille mit verspiegelten Gläsern trug. Ich warf einen Blick nach draußen, wo die Sonne bereits untergegangen war.
„Bisschen dunkel für eine Sonnenbrille, oder Herzchen?“, fragte ich den Neuankömmling, der mich aber keines Blickes würdigte.
Zane und er verschwanden in der angrenzenden Küche und ich knabberte an meinem Pizzastück, während ich sie beobachtete. Der Neue zog einen dicken Umschlag und ein Handy, das mir verdächtig bekannt vorkam, aus dem Rucksack und gab beides an Zane.
Sie sahen sich an und der Neue schüttelte einmal den Kopf.
„Nichts gefunden?“, fragte Zane, worauf ein erneutes Kopfschütteln folgte.
Ich hüpfte von der Couch und gesellte mich zu ihnen an die Anrichte, wo ich nach dem Handy griff, das Zane aber ganz schnell aus meiner Reichweite brachte.
„Ich dachte wir hätten einen Deal?“, fragte ich. Er sah mich einen langen Augenblick an, bevor er den Umschlag zu mir rüber schob und mir das Handy übergab. Ich hatte zwei verpasste Anrufe von Luar.
Dass mein Handy zwischenzeitlich in den Händen anderer gewesen war, störte mich nicht weiter. Ich hatte eine geradezu obszön unverschämte Summe dafür gezahlt, dass man dem Ding keine Informationen entlocken konnte, außer man kannte den Code. Und den hatte nur ich.
Schnell schickte ich ihm eine Nachricht, dass ich mich mit ihm treffen wollte, bevor ich mir den Umschlag schnappte und das Geld zählte.
„Fünfzigtausend. Sehr großzügig, die Herren.“ Ich sah die beiden grinsend an, was mir ein Augenrollen von Zane einbrachte.
„Spades will, dass du ihn anrufst“, sagte der Neue und seine Stimme klang überraschend weich. Zane nickte und der Neue schulterte seinen Rucksack und verschwand durch die Eingangstür.
„Lass mir noch was von der Pizza übrig“, meinte Zane, bevor er nach oben verschwand, um wahrscheinlich Spades anzurufen. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, pflanzte ich meinen Hintern wieder auf die Couch.
Ich knabberte gerade an meinem nächsten Stück Pizza, als mein Handy vibrierte. Ich las die eingegangene Nachricht. Luar wollte sich morgen Mittag mit mir treffen. Seufzend warf ich das Handy auf den Couchtisch und wartete auf Zanes Rückkehr.
Ich sah mich um, wie ich in bequemer Kleidung ganz entspannt auf der Couch im Haus des Präsidenten eines Motorradclubs saß und mir mit ihm eine große Pizza teilte. Was zum Teufel stimmte denn nicht mit mir?

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