6. Tag der Blogtour zu „Gebieter der Nacht“ – Überraschung!

Heute, also am sechsten Tag unserer gemeinsamen Blogtour, werden wir einen Blick in die Zukunft von „Dark Hope“ wagen. Nachdem Ihr ja jetzt schon einiges über mich, die Welt und die Charaktere aus Band 1 erfahren habt, gibt es heute exklusiv einen Textausschnitt aus dem im Dezember erscheinenden zweiten Teil der Reihe.

„Dark Hope – Verbindung des Schicksals“

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„Als die Erd-Elementa Selene in ihrem New Yorker Blumenladen von ihrem Ex-Freund bedrängt wird, kommt ihr der Leoparden-Gestaltwandler Lucano zur Hilfe. Vom ersten Moment an spürt Selene eine ganz besondere Verbindung zwischen ihnen, dabei ist sie sich sicher, dem geheimnisvollen Gestaltwandler noch nie begegnet zu sein. Lucano hingegen weiß genau, dass Selene seine Gefährtin ist, die das Rudel jedoch als Kind nach einem traumatischen Angriff verlassen musste. Luc hofft darauf, dass seine zweite Chance mit Selene endlich gekommen ist, doch als die Leoparden plötzlich von einem anderen Rudel angegriffen werden, wird ihm bewusst, dass er Selene niemals die Sicherheit bieten kann, die sie so dringend braucht. Ist ihre Liebe für immer verloren oder wird das Schicksal sie doch noch zusammenführen?“

 

Seid Ihr bereit? Dann kommt hier Euer Blick in die Zukunft von „Dark Hope“:

So arbeitete sie in Ruhe vor sich hin und half den Heilpflanzen und Kräutern beim Wachsen als plötzlich die Glocke über der Tür einen neuen Kunden ankündigte. Noch immer auf den Knien und mit den Händen voller Erde, griff Selene sich ein Handtuch und drehte sich mit einem Lächeln um.
„Hallo, was kann…“ Sie brach mitten im Satz ab, als sie sah wer da gerade zur Tür hereingekommen war und sie mit lüsternem Blick betrachtete. Seine Augen blieben an ihrem nackten Bauch hängen und Selene bemühte sich das Top wieder an seinen Platz zurück zu befördern.
„Was willst du hier, Mike?“, fauchte sie. Normalerweise war sie ein freundlicher Mensch. Aber nicht bei Mike. Denn Mike war ihr Exfreund und die Umstände ihrer Trennung waren nicht gerade angenehm gewesen. Sie waren jetzt seit gut zwei Wochen getrennt und Selene ging es seitdem viel besser. Natürlich hatte sie die ersten Tage getrauert, aber es war die richtige Entscheidung gewesen. Und jetzt verstand sie nicht einmal mehr, was sie einmal an ihm gefunden hatte.
„Ich wollte dich besuchen kommen und sehen wie es dir geht, Süße“, säuselte er. Mike war nicht besonders groß, aber schlank. Er hatte blonde Haare und blaue Augen. Sein Gesicht sah noch sehr jugendlich aus und auf seinen Lippen lag ein lüsternes Grinsen, dass er wohl für anziehend hielt. Er war der typische Surferboy, allerdings ohne die Muskeln, die Mädchen sonst in ehrfürchtiges Staunen versetzten.
„Das geht dich nichts mehr an“, sagte sie und stand auf. Sie wollte Mike nicht hier haben. Sie wollte ihn nirgendwo in ihrem Leben haben. „Ich habe dir nichts mehr zu sagen. Also hau ab!“
„Aber, Süße, ich sehe doch wie du leidest.“
Selene rollte mit den Augen, machte aber einen Schritt nach hinten, als er auf sie zukam.
„Ich leide überhaupt nicht. Und jetzt verpiss dich, Mike!“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust und starrte ihn feindselig an. Als er ihre abwehrende Haltung bemerkte, verschwand das Grinsen aus seinem Gesicht und die Stimmung im Raum veränderte sich, wurde angespannter. Selene bekam feuchte Hände und sie registrierte, wie sich langsam aber sicher Angst in ihrem Magen ausbreitete. Mike war zwar nicht besonders muskulös, aber sie hatte ihm trotzdem nichts entgegenzusetzen, sollte er handgreiflich werden. Ein schneller Blick auf die Uhr sagte ihr, dass Maria frühestens in dreißig Minuten wieder hier sein würde. Mist.
„Jetzt pass mal auf, Kleines, du hast hier überhaupt nichts zu sagen.“ Er machte einen weiteren Schritt auf sie zu und als Selene den Tresen an ihrem unteren Rücken spürte, wusste sie, sie musste handeln.
„Falsch. Du hast hier nichts zu sagen! Das ist mein Leben und du bist darin nicht mehr willkommen! Oder hast du etwa vergessen, dass du derjenige warst, der mich eiskalt weggeworfen hat, nur weil ich nicht mit dir schlafen wollte?!“ Jetzt kreischte sie fast. Denn obwohl sie längst realisiert hatte, dass sie ohne Mike viel besser dran war, schmerzte dieser Punkt noch immer. Mit zweiundzwanzig Jahren war sie immer noch Jungfrau. Und sie hatte wirklich gedacht, dass Mike der Richtige war. Sie war so kurz davor gewesen, ihm ihre Jungfräulichkeit zu schenken, als er sein wahres Gesicht gezeigt hatte.
Mit mehr Mut, als sie wirklich besaß, stürmte sie an Mike vorbei und riss die Eingangstür des Blumenladens auf. Die Glocke gab ein protestierendes Läuten von sich.
„Verpiss dich!“, rief sie und deutete auf die offene Tür.
Bevor sie wusste, wie ihr geschah, spürte sie eine überraschend starke Hand an ihrem Arm.„Schlampe“, zischte Mike und riss sie förmlich zurück in den Laden. Ihre Hand rutschte von der Türklinke und mit einem leisen Glockenläuten fiel die Tür wieder ins Schloss. Mit angstgeweiteten Augen starrte sie zu Mike hinauf, der ein gefährliches Funkeln in den Augen hatte und dessen Hand schmerzhaft ihren Oberarm drückte. Sie saß in der Falle.

Lucano hatte beschissene Laune. Seit dem Angriff auf das Rudel waren drei Tage vergangen und sie wussten noch immer nicht, wer die Angreifer gewesen waren. Die Männer hatten sie in ihrer tierischen Gestalt angegriffen und nach dem Tod wieder menschliche Form angenommen. Dementsprechend hatten sie auch keine Ausweise oder andere Sachen dabei gehabt, die etwas über ihre Identität verraten konnten. Noch dazu hatte es seinen Vater schwerer erwischt als gedacht. Er hatte mehrere Knochenbrüche und durch die tiefe Bauchwunde waren seine inneren Organe teilweise schwer verletzt worden. Ihre Heilerin hatte den Alpha deswegen in einen erholsamen Heilschlaf versetzt. Er würde es überleben, Gestaltwandler waren schließlich äußerst widerstandsfähig, aber es schmerzte ihn trotz allem seinen Vater so zu sein. Inzwischen war er nach Hause gebracht worden und seine Mutter wich ihm nicht mehr von der Seite. Diego und er verbrachten fast ihre gesamte Zeit in ihrem Elternhaus und halfen, wo sie konnten. Größtenteils leisteten sie aber nur ihrer Mutter Gesellschaft. Mason war ihr Gefährte, ihr Seele und ihr Herz. Leopardengestaltwandler banden sich, wie die meisten Gestaltwandler, für ihr ganzes Leben und Ramona Malone litt unter dem Zustand ihres Gefährten.
Das einzig Gute an diesem wirklich beschissenen Tag war gewesen, dass sich keine weiteren Fremden auf dem Territorium aufgehalten hatten. Aber das Rudel blieb in Alarmbereitschaft. Sie waren schon lange kein schwaches Rudel mehr und ihr Ruf war berühmt-berüchtigt. Dieser Angriff würde Konsequenzen nach sich ziehen, so viel war klar.
Heute hatte Lucano sich allerdings eine Auszeit genommen. Er konnte seine innere Unruhe nicht länger ignorieren. Er hatte sie seit über eine Woche nicht mehr gesehen. Schon vor dem Angriff hatte er sie vier Tage lang nicht mehr gesehen, weil ihn ständig irgendwelche Kleinigkeiten von einem Ausflug in die Stadt abgehalten hatten. Entweder er musste einem Rudelgefährten beim Ausbau seiner Hütte helfen oder verschwundene Jugendliche wieder einfangen oder oder oder … Immer hatte ihn etwas aufgehalten. Und dann waren sie angegriffen worden und er musste sich erneut um das Rudel kümmern. Zwar war er nicht der einzige Jäger, aber er war der zukünftige Alpha. Und das Rudel stand immer an erster Stelle.
Als er jetzt in die Straße einbog, in der das Geschäft lag, in dem sie arbeitete, fühlte er sich sofort besser. Er wollte sich nur kurz vergewissern, dass es ihr gut ging. Nur einen kurzen Blick auf sie werfen. Er würde sich ihr nicht nähern. Das hatte er versprochen. Er sah wie die Tür des Ladens aufgerissen wurde und erhaschte einen Blick auf sie. Im ersten Moment stockte ihm der Atem, aber dann nahm er ihre leicht geröteten Wangen wahr und die vor Angst geweiteten Augen. Er kniff seine Augen etwas zusammen und beschleunigte unwillkürlich seinen Schritt.
„Verpiss dich!“ Er hätte nicht mal sein überempfindliches Gehör gebraucht, um zu verstehen, was sie sagte, so laut war ihre Stimme. Dann sah er eine eindeutig männliche Hand, die sich um ihren Oberarm schloss. Er hörte ihr erschrecktes Keuchen und hörte jemanden Schlampe sagen. Sie wurde zurück in den Laden gezogen, eindeutig gegen ihren Willen. Die Tür fiel ins Schloss und Lucano sah Rot.
Alle Versprechen, sich von ihr fernzuhalten, flogen geradewegs zum Fenster raus.
Mit einem Knurren auf den Lippen rannte Lucano die letzten Meter zu dem Blumengeschäft und riss die Tür beinahe aus den Angeln, als er sie öffnete. Er sah gerade noch, wie die Frau gegen den Tresen gepresst wurde und sich ein blonder Schopf über ihr Gesicht beugte und sie gewaltsam zu einem Kuss zwang. Sie schrie auf, aber ihre Stimme wurde von seinem Mund auf ihrem unterdrückt. Ihre Hände drückten gegen seine Brust und sie versuchte ihn, von sich zu schieben. Aber der Mann war stärker.
Lucano zögerte keine Sekunde. Das Knurren löste sich von seinen Lippen und erfüllte den Raum. Dann packte er den Mann im Nacken, riss ihn von der Frau los und schubste ihn von ihr weg. Mit einem weiteren Knurren holte er aus und registrierte das befriedigende Geräusch von brechenden Knochen, als der Mann geradewegs durch die gläserne Tür segelte. Das Glas zerbrach und Lucano beobachtete, wie sein Gegenüber in einem Haufen Scherben und mit stark blutender Nase zu Boden ging. Der Panther in seinem Kopf fauchte und knurrte bedrohlich, die tödlichen Zähne zu einem furchterregenden Zähnefletschen entblößt.

Na, wie gefällt Euch die Szene? Ich kann Euch sagen, mit Lucano sollte man sich lieber nicht anlegen! Ich hoffe, Ihr freut euch jetzt noch mehr auf „Verbindung des Schicksals“!

Und nicht vergessen: Morgen geht es mit einem Interview von Hailey weiter, bevor die Blogtour am Mittwoch mit einem Gewinnspiel enden wird. Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß!

Die Stationen der Blogtour noch einmal im Überblick:Blogtour FB Vanessa Sangue 2

Was Euch noch erwartet:

3 Kommentare zu „6. Tag der Blogtour zu „Gebieter der Nacht“ – Überraschung!

  1. Guten morgen.
    Danke für den ausschnitt aus den zweiten teil.
    Am liebsten würde ich jetzt das ganze Buch gelesen aber leider muss man sich ja noch gedulden.
    Bin ja schon sehr gespannt auf das Buch 😊

    LG Svenja

    Gefällt 1 Person

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